Wo Rum Wurzeln schlägt Ein Hauch von Kuba in Stetten

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  • Ein Hauch von Kuba in Stetten

Wo Rum Wurzeln schlägt

Woran denkt man zuerst, wenn man «Rum» hört? Wahr­schein­lich an Sonne, Strand, Kuba, aber sicher nicht an Stetten AG. Genauso ging es damals auch Lorenz Humbel und Pascal Kählin, als sie nach Kuba flogen mit der vagen Idee, einen hoch­wer­tigen Bio-Rum zu finden, um diesen exklusiv in der Schweiz verkaufen zu können. Eine gute Mischung aus Freun­des­ur­laub und Arbeits­zeit, wie sie es selbst nannten.

Wie Lorenz Humbel so schön sagte: „Kirsch kommt aus der Schweiz, Cognac aus Frank­reich – und Rum aus Kuba.“

Doch schnell wurde klar: Bio-Rum aus Kuba zu impor­tieren, war weit kompli­zierter als gedacht.

Von einer vagen Idee zur konkreten Umset­zung

Die Heraus­for­de­rungen waren gross: Gespräche mit kuba­ni­schen Minis­te­rien für Zucker und Rum, logis­ti­sche Hürden beim Export, poli­ti­sche Auflagen. Die ursprüngliche Idee war, mit der kleinen, sympa­thi­schen Bio- Zucker­rohr­farm CAI Baliño zusam­men­zu­a­r­beiten und dort eine kleiner Rum Bren­nerei aufzu­bauen, denn sie war bereits damals Bio Suisse-zerti­fi­ziert. Doch je weiter der Prozess fort­s­chritt, desto klarer wurde: Die Hürden waren kaum zu überwinden.

Also kam Plan B ins Spiel, der ehrlich gesagt schon länger im Hinter­kopf herum­schwirrte: Bio-Melasse impor­tieren und den Rum selbst in der heimi­schen Bren­nerei in Stetten brennen. Was simpel klang, entpuppte sich als anspruchs­volles Unter­fangen.

Trotzdem: Gesagt, getan. Rund 20'000 Kilo­gramm Bio-Melasse wurden impor­tiert – so begann vor genau 15 Jahren in Stetten das Rum-Aben­teuer. Es wurde getüftelt, gebrannt, gela­gert, mit viel Herz­blut, Neugier und Geduld. Und irgend­wann war er da: der erste Rum aus Stetten.

Ein Produkt, auf das wir heute noch mächtig stolz sind und das seither gewachsen ist.

Der Anfang dieser Reise trug einen Namen: Ron Guajira Blanco – Bio & Fair­trade.

Ein ehrli­cher, klarer Rum – frisch, fein, und mit kari­bi­scher Seele in Stetter Fässern gereift. Er war unser erster Schritt in eine neue Rumwelt – und bleibt bis heute ein Aushängeschild unserer Philo­so­phie: Bio-Qualität, hand­werk­liche Brenn­kunst und fair gehan­delte Rohstoffe.

 

Der Rohstoff: Zucker­rohr

Wie eine Pira­ten­ge­schichte ohne Rum kaum denkbar ist, so ist Latein­ame­rika ohne Rum, bezie­hungs­weise Zucker­rohr kaum vorstellbar. Dabei ist die Pflanze dort gar nicht heimisch. Erst Chri­s­toph Kolumbus brachte sie 1493 auf seiner zweiten Ameri­ka­reise mit – auf die Insel Hispa­niola, das heutige Haiti und die Domi­ni­ka­ni­sche Repu­blik.

Um 1650 wurde in der heutigen Karibik erst­mals ein Zucker­rohr­de­stillat unter dem Namen «Rumbul­lion» doku­men­tiert, was übersetzt so viel wie «grosser Tumult» bedeutet. Daraus entwi­ckelte sich später das Wort Rum.

Heute ist Rum ebenso fest in Latein­ame­rika veran­kert wie Kirsch in der Schweiz oder Cognac in Frank­reich.

Zucker­rohr selbst zählt zur Familie der Schilf­pflanzen, wächst mehrjährig und erreicht eine Höhe von rund drei Metern.

Unsere Leiden­schaft für Rum

Für Pascal Kählin ist und bleibt Rum eine echte Leiden­schaft. Er bringt sie sowohl in die Herstel­lung unserer Rum-Produkte oder ganz speziell bei den Cask Adven­ture Produkten als auch in sein Geschäft J.B. Labat ein, benannt nach dem französischen Mönch und Rumbrenner Jean-Baptiste Labat.

Für Lorenz Humbel war es anfangs «nur» der Wunsch, sein Bio-Spiri­tuosen-Sorti­ment zu erwei­tern. Doch inzwi­schen sagt er selbst: „Der Kirsch hat bei mir ernst­zu­neh­mende Konkur­renz bekommen. Mein Kompro­miss ist jetzt: Ich nehme öfters den Kirsch K.1, der in einem Rumfass gereift ist.“

Ein schönes Bild, finden wir – für ein Produkt, das Geschichten erzählt, zum Geni­essen einlädt und voller Charakter steckt. Und das bereits seit 15 Jahren in Stetten.

 

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