Lohnbrennen

Ihr eigener Schnaps

Steht in Ihrem Garten ein Baum voller reifer Früchte? Und jedes Jahr fragen Sie sich, was Sie mit den Früchten anstellen sollen? Wie wär’s mit einem eigenen Schnaps? Sollten Sie in unsere Brennerei kommen, weil Sie einen billigen Schnaps möchten, so ist dies sicher der falsche Grund. Ein in kleiner Menge hergestelltes Destillat wird nie günstiger sein als Brände aus gewerblicher Produktion. Wenn Sie allerdings einen qualitativ ansprechenden Schnaps von Ihren eigenen Früchten möchten, dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse.

Einmaischen und Brennen

Sie bringen uns einfach Ihre reifen Früchte, und den Rest übernehmen wir. Bitte beachten Sie, dass wir nur Mengen ab 50 kg zu einem guten Schnaps verarbeiten können. Wollen Sie Ihre Früchte selber einmaischen? Dann halten wir für Sie Gärbehälter und andere Hilfsmittel bereit. Wenn die Maische vergoren ist, kontaktieren Sie unsere Brennmeister für den Brenntermin. Wir werden das Beste aus Ihrem Obst destillieren.

Abfüllen

Ihren hochprozentigen Brand können Sie nach Hause nehmen oder ihn bei uns auf die gewünschte Trinkstärke einstellen und in Flaschen abfüllen lassen. Verschiedene Flaschen stehen zur Auswahl bereit, oder Sie bringen Ihre eigenen mit.

Alkoholsteuer

Nun fehlt noch die Alkoholsteuer: Spirituosen sind mit einer Steuer von Fr. 29.– pro Liter Reinalkohol belastet. Beispiel: Ein Liter Obstbrand mit 40 Volumenprozent Alkohol schlägt mit Fr. 11.60 zu Buche. Für Privatpersonen werden von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung aber Ermässigungen gewährt. Detaillierte Informationen dazu sind erhältlich unter www.eav.admin.ch. Die Alkoholsteuer wird dem Auftraggeber direkt von der Alkoholverwaltung in Rechnung gestellt.

Nun können Sie mit gutem Gewissen das Resultat eines warmen Sommers, sonnengereifter Früchte und Ihrer harten Gartenarbeit geniessen.

Gut zu wissen

Aus schlechten Früchten lässt sich kein guter Schnaps herstellen. Deshalb ist die Beachtung folgender Punkte wichtig:

Qualität der Früchte

Nur saubere, gesunde, frische und gut reife Früchte ohne Stiele und Blätter in ein Fass geben. Wenn nötig waschen. Steinobst leicht anquetschen, bis Saft austritt, jedoch darauf achten, dass der Stein nicht beschädigt wird. Kernobst möglichst fein zerkleinern bzw. mahlen.

Vorbereitung der Maische

Fass zu drei Vierteln mit Früchten befüllen. Als Gärbehälter eignen sich Fässer aus Kunststoff. Vorteilhaft ist, mit Säure den pH-Wert der eingemaischten Früchte zu senken und Hefe dazuzugeben.

Mengen für Combisäure «Granulat»:

-Äpfel/Birnen/Quitten: 150 g pro 100 kg Früchte

-Kirschen/Zwetschgen: 230 g pro 100 kg Früchte

-Holunder: 300 g pro 100 kg Früchte

-Trauben/Traubentrester: keine Säure in Maische einstreuen und gut mischen.

Achtung: Säure ist ätzend! Unbedingt Handschuhe tragen und Augen- und Hautkontakt vermeiden!

Hefe vorbereiten 10 bis 20 g pro 100 kg Früchte Hefe in ca. 1 Liter warmem Wasser ca. 15 Minuten quellen lassen und über die Maische verteilen. Die restliche Hefe lässt sich gut im Tiefkühler aufbewahren.

Anschliessend die Fässer verschliessen und den Gärspund montieren. Falls keiner vorhanden ist, Fass mit Deckel beschweren, aber nicht verschliessen, bis die Gärung beendet ist. Dies dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Bis das Fass in die Brennerei gebracht wird, an einen kühlen Ort stellen, ideal sind 16 bis 18 °C.

Annahmezeiten Früchte oder Maische

August bis Februar.

Bitte einige Tage vorher Brennmeister Hansjörg Moser telefonisch avisieren:

Tel. 056 496 50 63